Andrea Müller 

Seniorenvertraute und Quartiersmanagerin

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im Rahmen des Projekts „Schaffung einer Anlauf- und Koordinationsstelle für Fragen des Älterwerdens mit einer Seniorenkümmerer*in“, bin ich seit Dezember 2021 als Quartiersmanagerin für Senioren in der Marktgemeinde Kellmünz beschäftigt. In diesem Zusammenhang möchte ich mich und den Begriff „Quartiersmanagement“ kurz vorstellen.

Mein Name ist Andrea Müller, ich bin verheiratet und wohnhaft in Altenstadt. Ich habe meinen Bachelor in Management für Gesundheits- und Pflegeberufe absolviert und verfüge über eine dreißigjährige Berufserfahrung in der Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm, sowie drei Jahre in einem Altenpflegeheim.

Aufgrund meiner langen Berufs- und Lebenserfahrung kann ich mich gut in die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Generation hineinversetzen.

Sicherlich fragen Sie sich, was denn eine Quartiersmanagerin für Sie persönlich tun kann?

Sie können mich als eine Service- und Anlaufstelle für alle Ihre Fragen ansehen. Vor allem Senioren fühlen sich in ihrem Heimatdorf sehr wohl und möchten dieses nicht verlassen. Da jedoch das Älterwerden oft mit diversen Einschränkungen verbunden sein kann und man deshalb immer mehr auf fremde Hilfe angewiesen ist, möchte ich Sie dabei unterstützen, Ihnen einen möglichst langen Verbleib in Ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen

Quartierskonzept

Das Quartierskonzept beruht auf drei Säulen

1. Wohnen und Grundversorgung 


  • Unterstützung für die individuelle Wohnraumanpassung, damit Sie bei Bedarf Ihre Wohnung in einen  barrierefreien Wohnraum umgestalten können
  • Welche Hilfsmittel und  Fördermöglichkeiten gibt es hierfür? 
  • Betrachtung des Wohnumfeldes -> barrierefreie Gehwege und  Ruhebänke 
  •  Unterstützung beim Aufbau geplanter barrierearmer und seniorengerechter Wohnungen 
  • Unterstützung bei der Sicherung der hausärztlichen Versorgung 
  • Bewerbung und Stärkung von unserem Dorfladen

2. Ortsnahe Unterstützung und Pflege

  • Begleitung von bestehenden und ggfs. neuen Projekten, rund um die Belange der Senioren für Besuchs-, Einkaufs-, Fahr- und Begleitdienste 
  • -> Unterstützung des Nachbarschaftshilfevereins SOKO
  • Bündelung, Vernetzung und Beratung von sozialen Dienstleistungen  -> z. B. ambulante Pflege, Tagespflege  
  • Initiierung Mittagstisch oder Essen auf Rädern
  • Initiierung möglicher Freizeitaktivitäten  

        -> Malen, Literaturlesungen, Kinobesuche uvm.

3. Beratung und soziale Netzwerke

  • Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Älterwerden, auch für die pflegenden Angehörigen.
    Wenn Sie es wünschen, dann besuche ich Sie gerne bei Ihnen Zuhause.
  • Ansprechpartner für Senioren, Vereine, Initiativen und Akteure
  • Bindeglied zwischen Kommune und Bürger*innen 
  • Vermittlung von Fachberatungsstellen 
  • Organisation seniorengerechter Ausflüge und Informationsveranstaltungen 
  • Bildungsangebote für ältere Menschen

Projekt „Digitallotsen 

– für Seniorinnen und Senioren“ 

– Hilfe im digitalen Alltag

Digitallotse:

Ab Oktober 2023 wurden ehrenamtlich Engagierte aus Kellmünz zu sogenannten „Digitallotsinnen“ oder „Digitallotsen“ ausgebildet. In drei Unterrichtseinheiten wurden ihnen nützliche Alltags-Apps für ältere Menschen vorgestellt und Besonderheiten der Lern- und Lebenswelt vermittelt. Die Schulung fand ihren Abschluss in einem Zertifikat.

 

Das Landratsamt Neu-Ulm hat ein Konzept entwickelt, das in den Kommunen kreisweit umgesetzt wird und hat Mittel dafür bereitgestellt. Kellmünz  beteiligt sich als Pilotkommune und möchte seinen älteren Einwohnern auf einfachem Weg anbieten, die digitale Welt kennenzulernen. 

 

Was machen die Digitallotsen genau?

Digitallotsen stehen den Seniorinnen und Senioren vor Ort zur Verfügung, um gemeinsam den Umgang mit dem eigenen Smartphone, Tablet oder Laptop der Senioren zu üben. Sie des der Umgang der Geräte als Internetzugang, als Fotoapparat oder zur Pflege von Kontakten. Die Digitallotsen üben mit älteren Menschen die Benutzung von passenden Alltags-Apps und beantworten Fragen dazu. 
 

Für wen ist dieses Angebot gedacht?

Primär richten sich die Sprechstunden an Seniorinnen und Senioren, die lernen wollen, Smartphone und Tablet oder auch einen Laptop sicher bedienen zu können. Zum Angebot der Digitallotsen gehören auch das Üben eines sicheren Umgangs mit diesen digitalen Geräten und das Ausprobieren von Apps für den Alltag. 

 


 

Sind die Sprechstunden kostenfrei?
Das Angebot der Digitallotsen ist kostenlos. Sie sind ehrenamtlich im Einsatz.

Welche Themengebiete bietet Digitallotsen an?
Die Themen, die geübt werden sollen, sind vielfältig. Aber immer alltagsnah und niederschwellig. Seniorinnen und Senioren können lernen wie Online-Einkäufe abgewickelt werden, in Kontakt mit der Familie zu treten, Nachrichten und Unterhaltung zu nutzen sowie mobil unterwegs zu sein. 
Auch hilfreiche Apps werden vorgeschlagen. 

Das weitere Angebot richtet sich auch nach den Fragen, die die Seniorinnen und  Senioren selbst haben.



 

Welche Voraussetzungen braucht man, um Digitallotse zu werden? 

Spezielle Voraussetzungen für die Ausbildung werden nicht benötigt. Sie sollten fit im Umgang mit digitalen Medien sein und genügend Geduld haben, um den Älteren digitale Anwendungen an deren Smartphones oder Tablets erklären zu können. 

Für die Arbeit als Digitallotse erhalten Interessierte eine kostenlose Ausbildung. Über ein Netzwerk ist auch nach der Ausbildung Weiterbildung und Austausch möglich. 

Was machen die Digitallotsen und was machen sie nicht? 

Digitallotsen stehen den Seniorinnen und Senioren vor Ort zur Verfügung, um gemeinsam den Umgang mit dem Smartphone oder Tablet zu üben. Sei es der Umgang mit dem Smartphone oder dem Tablet als Internetzugang, als Fotoapparat oder zur Pflege von Kontakten. Digitallotsen üben mit Seniorinnen und Senioren die Benutzung von nützlichen Alltags-Apps und beantworten deren Fragen dazu. 

Es stehen dafür verschiedene Lern- und Beratungsangebote zur Verfügung, die durch die Seniorinnen und Senioren in Anspruch genommen werden können. Diese finden immer in öffentlichen Räumen in der Kommune - also vor Ort - statt. Ein Besuch der Digitallotsen bei Seniorinnen und Senioren zu Hause ist nicht vorgesehen. Digitallotsen stehen auch nicht für Technikberatung oder Reparaturen zur Verfügung. 

Ein Besuch der Digitallotsen im privaten Bereich der Seniorinnen und Senioren ist nicht vorgesehen. Die Digitallotsen agieren mit ihrem Beratungsangebot immer in öffentlichen Räumen, die vor Ort in der Heimatgemeinde zur Verfügung gestellt werde. 

Für wen ist das Angebot Digitallotsen gedacht? 

Primär richtet sich das Angebot an Seniorinnen und Senioren, die lernen wollen, Smartphone, Handy und Tablet sicher zu bedienen. Zum Angebot der Digitallotsen gehört das Üben eines sicheren Umgangs mit digitalen Geräten und das Ausprobieren von Apps für den Alltag. 

 

Ist das Angebot der Digitallotsen kostenlos? 

Die Angebote der Digitallotsen sind grundsätzlich kostenlos. Ihr Einsatz erfolgt im Heimatort ehrenamtlich. 

 

Wieviel Zeit sollten die ehrenamtlichen Digitallotsen aufbringen? 

Die Digitallotsen bestimmen selber über den Umfang Ihres Einsatzes und verabreden dies mit den örtlichen Kooperationspartnern. 

 

Warum sind Digitallotsen im Ort in lokalen Stützpunkten verankert? 

Die Verankerung der Digitallotsen vor Ort ist ein wesentlicher Ansatz, um das Angebot auch bedarfsgerecht zu gestalten. In der Heimatgemeinde werden die verschiedenen Angebote bekannt gemacht und umgesetzt. Nur so wird gewährleistet, dass Angebot und Nachfrage optimal koordiniert werden können. Die enge Verzahnung mit den Alltagshandlungen in der Kommune ist eine Bedingung, dass das Projekt Digitallotsen gelingt. 

Welche Themengebiete bieten Digitallotsen an? 

Die Themen, die geübt werden sollen, sind vielfältig, aber immer alltagsnah und niederschwellig. Was können Seniorinnen und Senioren lernen? Es sind alltagsnahe Themen wie Online-Einkäufe, Mobil unterwegs sein, in digitalem Kontakt mit der Familie bleiben, Nachrichten und Unterhaltung und nützliche Apps für den Alltag! 

 

Können Digitallotsen die Themen, die sie anbieten möchten, selbst bestimmen? 

Digitallotsen können sich auf ein Thema ihrer Wahl spezialisieren oder ihr Angebot auch klar abgrenzen, z. B. zwischen einer Beratung nur für Apple-Geräte oder für Android-Geräte. Die Digitallotsen bestimmen, was sie können und gerne an die Seniorinnen und Senioren weitergeben möchten. Ihre Wünsche werden in die Programmplanung aufgenommen.  

 

Anmeldung:

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann melden Sie sich einfach beim Quartiersmanagement, Frau  Andrea Müller.
Ich beantworte Ihre Fragen zum Projekt „Digitallotsen“ und nehme auch sehr gerne Ihre Anmeldung entgegen.
Telefon 08337 752-750 oder per E-Mail unter [email protected].

Angebot



Da der Vortrag über die "Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung" so gut angenommen wurde, wird das Quartiersmanagement Kellmünz , in Kooperation mit der SOKO, im Laufe der kommenden Monate eine kleine Vortragsreihe zu weiteren wichtigen Themen anbieten.

Haben auch Sie Bedarf oder Fragen zum Thema Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung,  dann können Sie sich gerne an mich wenden. Ich habe die notwendigen Formulare und Informationsbroschüren vorliegen. 

Rufen Sie mich an und wir können einen individuellen Beratungstermin vereinbaren.
Telefon: 08337 - 752 750


Sie können sich aber auch gerne die Formulare selber ausdrucken. Zum Thema Patientenverfügung können Sie sich die Broschüre vom Bundesjustizministerium anschauen.

Vorsorgevollmacht
Betreuungsverfügung

Informationsabend

zum Thema

Testament und Erbrecht

am 27.09.2023 um 18:30 Uhr im Schützenheim in Kellmünz

Herr Knopf, Rechtsanwalt für Familien-, Straf- und Erbrecht aus Illertissen informierte die fast 100 Besucher umfangreich und kurzweilig zu diesem nicht immer ganz einfachen Thema. Im Anschluss wurden noch viele Fragen beantwortet und an den Tischen wurde noch lange diskutiert.